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Hitler spricht

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Die Deutsche Welle bringt zu Saddams Hinrichtung einen lesenswerten Kommentar, wo es gegen Ende heißt:

Von Hitler bis Stalin hat Saddam gelernt, einen totalitären Staat zu führen - mit allgegenwärtiger Kontrolle der Geheimdienste und erbarmungsloser Unterdrückung auch nur der leisesten Kritik.

Was hier noch fehlt ist der bei allen drei Diktatoren notorische Personenkult, eine Reihe, in die sich auch viele andere Gewaltherrscher einreihen, allen voran Kim Jong-Il. Dieser Personenkult ist auch geprägt durch eine rigide Kontrolle dessen, was vom "Führer" gezeigt werden darf und was, quasi das Private, verborgen werden muss, um die Aura des Unfehlbaren und Messianischen nicht zu zerstören.

In diesem Zusammenhang bin ich vor kurzem auf ein Video bei Google Video gestoßen, in dem die privaten Filmaufnahmen, die Eva Braun auf dem Berghof anfertigte - ohne Ton -, mit einem neuen Computerprogramm mit dem verlorenen Text ausstatten. 

Was ist denn nun so wichtig daran, Hitler privat zu sehen? Nun, solche Aufnahmen brechen die Faszination, die von Hitler und der Nazizeit immer noch ausgehen, weil sie das zeigen, was damals nicht gezeigt werden durfte. Dadurch holen sie den Führer Hitler wieder runter auf die Ebene des Menschen Hitler und zeigen dadurch, was der Führer Hitler war, nämlich ein Medienkonstrukt.

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