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Bangkoker Bombenanschläge wahrscheinlich von alter Machtelite geplant

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Die Suche nach den Drahtziehern hinter den Silvesterbombenanschlägen läuft an. Thailands Premierminister Surayud Chulanont und CNS-Vorsitzender General Sonthi Boonyaratglin lenken den Verdacht auf Angehörige der ehemaligen Regierung, die nach dem Militärputsch im September 2006 ihre Macht verloren haben. Die Täterschaft der muslimischen Rebellen in Südthailand wird zwar nicht völlig ausgeschlossen, gilt jedoch als nur wenig wahrscheinlich, so The Nation in einer Analyse der bisherigen Situation.

Wer zählt also zu diesen "undercurrents", wie die Widerstandsgruppen gegen den Militärputsch genannt wird? Ein "current" ist das englische Wort für Strom, Fluss, Strömung. "undercurrents" sind demnach Strömungen unter der Oberfläche, die man von oben nicht sieht. 

  • Anhänger der Thai Rak Thai-Partei, die nach dem Putsch ihre persönliche Macht auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene verloren haben. The Nation nennt in der verlinkten Analyse den ehemaligen Premierminister Chavalit Yongchaiyudh, der den Putsch zwar zunächst unterstützt hatte, dann aber das Lager wechselte.
  •  Was in der Analyse ziemlich weit unten steht, aber dennoch nicht übersehen werden sollte, sind einzelne Mitglieder oder Gruppen des Militärs und der Polizei. The Nation zeigt folgende Details:
    • Es kam M4-Sprengstoff zum Einsatz, der auch vom Militär verwendet wird.
    • Es gibt Pläne innerhalb der CNS für eine Strukturreform der Polizei, eine dringend nötige Reform, wie politische Beobachter meinen. Für die Polizei würde dies ein Machtverlust bedeuten.
    • Wenn die Anschläge nicht schnell und überzeugend geklärt werden, dann fällt dies in erster Linie auf die CNS zurück - nicht auf die Polizei. Dazu würden auch die Vorwürfe gegen das Verhalten der Polizei nach den Explosionen passen, wie die Bangkok Post berichtet .

Als weniger wahrscheinliche Täter gelten die Separatisten in Pattani, Yala und Narathiwat, weil die Art der Durchführung viele typische Merkmale der Anschläge im Süden vermissen lässt.

  • Bombenanschläge im Süden richten sich normalerweise gegen bekannte öffentliche Orte, in denen Soldaten und Polizisten häufig zu Gast sind.
  • Sie sind oft gefolgt von heftigen Feuergefechten.
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