Wieder einmal hat Thailand international für keine guten Schlagzeilen gesorgt:

  • Die Rothemden hatten ab dem 9. April den Verkehr in Bangkok zum vollständigen Erliegen gebracht (falls das möglich ist :-)), indem sie den Verkehrsknotenpunkt um das Victory Monument mit Taxis abgesperrt hatten.
  • Der ASEAN-Gipfel am 11. April wurde abgebrochen, nachdem die Rothemden das Tagungshotel gestürmt hatten.
  • Danach ging die Armee vom 12. bis 14. April gegen die Demonstranten vor.
  • Sondhi Limthongkul, einer der Anführer der Gelbhemden wurde am 17. April auf dem Weg ins Fernsehstudio unter Beschuss genommen.
  • Die 'spin doctors' der Regierungs- und Oppositionsparteien lieferten sich einen Schlagabtausch im Parlament, in dem sie sich gegenseitig die Schuld gaben.

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Wenn ich mir die aktuelle Berichterstattung über die Flughafenbesetzung in Thailand durchlese (Spiegel Online), dann bekommt man den Eindruck, die Apokalypse stehe unmittelbar bevor.

Wenn man durch die Stadt geht, dann ist von der Flughafenbesetzung nichts zu spüren. Man steht weiterhin im Stau und isst Nudeln an der Straße.

People's Power PartyThilo Thielke, der für Spiegel Online berichtet, scheint zu viel Zeit bei PAD-Demonstrationen verbracht zu haben und mit Frauen wie Pittarak Schneider gesprochen zu haben. Die überwiegende Mehrheit der Bangkoker steht - zumindest meiner Erfahrung nach - sowohl der PAD als auch Ex-Premier Thaksin Shinawatra ablehnend gegenüber. Ich habe noch niemanden in Bangkok getroffen, der sich offen als PAD-Sympathisant gezeigt hätte. Im Gegensatz zu Unterstützern der regierenden People's Power Party (PPP) - auf Verkaufswägen, Tuk Tuks und Taxen bekennen sich Leute mit Aufklebern zu der Regierungspartei. (siehe Bild) So nett Thielkes Geschichte auch erzählt ist, repräsentativ ist sie nicht. Zumindest nicht außerhalb von PAD-Demonstrationen.

 

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The Nation meldet heute, dass nach dem Verbot von Thai Rak Thai der oppositionelle Satellitenfernsehsender PTV eine Massenkundgebung gegen das Council for National Security organisiert hat. 6.000 sollen auf den Sanam Luang gekommen sein.

PTV leader and former MP Veera Musigapong said the rallies were now a "public movement" in which other pro-democracy groups were welcome to join.

He said its goals were clear - to oust the Council for National Security (CNS). Supporters waved paper flags and banners calling for the CNS to "get out", while others raised photographs of deposed prime minister Thaksin Shinawatra and called for his return to the country.

(http://www.nationmultimedia.com/2007/06/03/headlines/headlines_30035874.php)

Auch eine Dating-Seite namens Asiancoco berichtet in ihrem Blog über die Proteste.

Im Moment ist es schwierig abzusehen, wie sich diese Demonstrationen weiterentwickeln werden. Zum einen waren sie ja keine Überraschung, da die Enttäuschung der Thai Rak Thai-Anhänger sich ja irgendwie äußern müssen. Zum anderen ist noch nicht klar, ob sich daraus wieder eine Massenbewegung entwickelt wie die gegen Thaksin vor einem Jahr.

 

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Die vom Militär eingesetzte Thai-Regierung unter Surayud Chulanont arbeitet momentan an einem Gesetzesvorschlag zur Verbesserung der Inneren Sicherheit, der Thailand über kurz oder lang in einen Polizeistaat verwandelt. Auf New Mandala kann eine Übersetzung des Gesetzesentwurfs von dem Historiker Chris Baker als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Der Entwurf wird innerhalb Thailands einhellig abgelehnt (mit Ausnahme der Regierung und des Militärs natürlich) und stößt auch international auf Widerspruch.

“If the Thai government is serious about a return to democracy, the last thing the country needs is a hastily-passed security law that endangers fundamental rights,” said [Neil] Hicks [from Human Rights First]. “Vastly increasing the powers of the military while weakening mechanisms to hold it accountable is a sure recipe for human rights violations.”
(Human Rights First)

 

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