Filmbild aus Mad Max: Fury Road

Die Filme der »Mad Max«-Reihe beschreiben vordergründig eine Welt, in der die Zivilisation im heutigen Sinne zusammengebrochen ist. In diesem Zusammenbruch ist allerdings auch der Samen des Wiederaufbaus angelegt zu neuen Gesellschaftsformen, deren Kampf gegeneinander ein treibendes Element der Handlung ist. In »Mad Max 2« treten marodierende Punks gegen die Betreiber einer kleinen Ölraffinerie an - oder im metaphorischen Sinne Anarchisten und Nihilisten gegen bürgerlich-strebsame Kapitalisten. In »Mad Max Beyond Thunderdome« verlaufen die Konfliktlinien vielschichtiger. Zum einen ist dort der Konflikt innerhalb der Kommune Bartertown, der ein Machtkampf innerhalb der Kommune ist, zum anderen gibt es den Stamm der Kinder, der durchaus als eine Art von Urkommunismus gesehen werden kann. Der vierte Film der Reihe, »Mad Max Fury Road« stellt eine weitere Variante dieses gesellschaftlichen Wiederaufbaus dar, der sich - bewusst oder unbewusst - asiatischer Formen des gesellschaftlichen Zusammenschlusses bedient.

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Poster "Land of the Dead"

Einige der blutigsten Splatterfilme gehen auf George Alvar Romeros Konto. Sein „Night of the living dead“ gilt als Geburtsstunde des Zombiefilms, wie man ihn heute kennt, und ohne den auch Capcoms Action-Adventure-Serie „Resident Evil“ „Resident Evil“ nicht entstanden wäre. In seinen Zombiefilmen hatte George Romero nicht nur die Grenze des Zeigbaren im Gruselkino neu ausgelotet und den Jugendschützern neue Dimensionen des Schneidbaren aufgezeigt – Romeros Filme waren immer auch mit einem zynischen Gesellschaftskommentar unterlegt, der seine Filme über die Masse der Metzelfilme hinaushob. 20 Jahre nach seinem letzten Zombiefilm, „Day of the Dead“, kommt Romero mit seinem neuesten Film, „Land of the Dead“ in die deutschen Kinos. Romero, der mittlerweile dem Aussehen seiner Geschöpfe immer ähnlicher wird, liefert mit seinem neuen Film ein typisches Alterswerk ab – gereift führt er die verschiedenen Themen seiner früheren Filme zusammen. Ein Blick auf Romeros früheren drei Zombiefilme lohnt.

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Über die Mythologie von George Lucas' Star Wars und warum sich jeder damit identifizieren kann

Ursprünglich erschienen In Telepolis (https://heise.de/-3401061) am 23. Mai 2005.

Ganz interessant: Auf hoffnung.de wird dieser Essay christlich gedeutet.

Wer erinnert sich nicht an Hella von Sinnen, wie sie als Kassiererin mit einem lautstarken "Erna! Wat kosten die Kondome?" ein schüchternes Pickelgesicht rot werden lässt. Fragt man einen Star Wars-Afficionado, wie denn die Seite der Macht heißt, auf der Yoda und Co. stehen, muss man sich eher auf langwierige Deputationen der Star Wars-Mythologie gefasst machen ("Star Wars Episode III" - Der ultimative Schlüssel zur Macht).

Und da ist es auch schon, das argumentative Laserschwert des George Lucas, mit dem er unermüdlich alle entgegengeschleuderten Streitpunkte zersäbelt, die sein Universum madig machen wollen: Star Wars ist ein mythologischer Film. Und die einen winken dankend ab, die anderen verharren in Ehrfurcht.

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Hulk (Ang Lee, 2003)

Die X-Men hatten den Anfang gemacht, dann kam Spiderman und brachte die ganze Lawine erst ins Rollen. Hollywood hat die Superhelden von Marvel und DC entdeckt und bringt seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts die Helden reihenweise ins Kino bzw. DVD-Presswerk. Egal ob Spiderman, Daredevil, Catwoman oder der Hulk - zurück zum Ursprung ist das Motto der Verfilmungen. Trashige Kostümrangeleien sind im wahrsten Sinne des Wortes von gestern. Eine neue Ernsthaftigkeit und Innerlichkeit prägt den modernen Superheldenfilm.

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Poster "Eyes Wide Shut"

»Inspired by Arthur Schnitzler's 'Traumnovelle'« - so steht es im Abspann von Stanley Kubricks letztem Film: »Eyes Wide Shut«. Eine Literaturverfilmung also. Normalerweise, so denkt man zunächst, wird das doch als Werbemittel eingesetzt: Der neue Grisham - eben noch auf der Bestsellerliste, jetzt im Box-Office! Kubricks filmisches Werk ist fast schon auf Literaturverfilmungen abonniert: Von Vladimir Nabokov brachte er als erster »Lolita« auf die Leinwand, er nahm sich Stephen Kings »The Shining« und Anthony Burgess' »Clockwork Orange« vor - und zuletzt eben auch Schnitzlers »Traumnovelle«. Weshalb aber wird »Eyes Wide Shut« nicht als Literaturverfilmung in eben jenem Maße wahrgenommen?

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