Timo Kozlowskis Website

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Rezensionen

Volksverbildend

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Zu Eduard Gugenbergers »Hitlers Visionäre«

Verständnis für die Demokratie bei den deutschen Machteliten, konzeptionelle Schwachstellen der Weimarer Verfassung und die Wirtschaftskrise der 20er und 30er Jahre – damit wird im Allgemeinen erklärt, wie der Nationalsozialismus derart umfassend in Deutschland die Macht ergreifen konnte. Die mystischen Quellen, auf denen die Nazipropaganda basierte, sind von der Forschung lange Zeit wenig beachtet worden. Das Standardwerk dazu ist immer noch die Studie »Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus« von dem britischen Historikers Nicholas Goodrick-Clarke von 1985, der damit den Grundstein legte für eine neue Richtung der Forschung zum Dritten Reich. In dessen Nachfolge will sich auch der Wiener Geschichtswissenschaftler Eduard Gugenberger mit »Hitlers Visionäre. Die okkulten Wegbereiter des Dritten Reichs« positionieren. Zehn Biographien hat Gugenberger in seinem Buch dargelegt.

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Alea iacta est

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Hans Magnus Enzensbergers Poesieautomat

Die Sache mit dem Poesie-Automaten ist eine alte Geschichte. Und das in zweierlei Hinsicht. Zum einen legt Hans Magnus Enzensberger selbst literarische Vorläufer dar und verfolgt deren Spuren bis ins 13. Jahrhundert zurück. Zum anderen konzipierte Enzensberger seinen Poesie-Automaten 1974: „Die politische Bewegung hatte sich in Katzenjammer, Sektiererei und Gewaltphantasien aufgelöst, und meine langfristigen literarischen Projekte kamen nicht recht voran“. Warum hat der Suhrkamp-Verlag, nachdem das Manuskript mehr als 25 Jahre in einer Enzensberger’schen Schublade gelegen hat, nun einen orangen Band der Reihe „edition suhrkamp“ daraus gemacht?

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Der Mensch als Auslaufmodell

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Zu Philip K. Dicks Kurzgeschichtenanthologie »Das Vater-Ding«

Im Lande Goethes und Schillers hat die Science Fiction einen schweren Stand. Reißerische Geschichten über wildgewordene Roboter und eskapistische Space Operas haben dem Genre keinen gegeben Leumund gegeben. So ist es auch nicht verwunderlich, dass SciFi-Autoren wie William Gibson, J.G. Ballard und Philip K. Dick zwar im angelsächsischen Sprachraum gerade auch von Intellektuellen geschätzt werden, während in Deutschland diese Namen lange Zeit nur Eingeweihten bekannt waren. Der Zürcher Haffmanns-Verlag gibt nach und nach Philip K. Dicks Œuvre als Werkausgabe in sorgfältiger Übersetzung heraus. Mit dem Band »Das Vater-Ding« sind nun alle Kurzgeschichten des Autors erschienen.

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»Ein krankes Experiment in Sozialdarwinismus auf Fast Forward«

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Zum 40jährigen Jubiläum seines Science Fiction Programms hat der Wilhelm Heyne Verlag einige der wichtigsten Meilensteine des SF-Genres neu aufgelegt, unter anderem auch Gibsons »Neuromancer«, zusammen in einem Band mit »Biochips« und »Mona Lisa Overdrive«, Gibsons Cyberspace-Trilogie.

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Surfen mit dem Sandmann. Zu Steven Johnsons Interface Culture

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Der Computer hat unser Leben in den letzten zehn Jahren radikal verändert. Dies ist einer der Gemeinplätze, die man ohne Gefahr, etwas falsches zu sagen, verwenden kann. Soweit, so nichtssagend. Steven Johnson, Mitbegründer des amerikanischen Online-Magazins "Feed", beschreibt in »Interface Culture« die kulturellen Auswirkungen des Computers und ordnet diese in einem breiten kulturellen und literarischen Kontext ein.

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