Zu Steven Johnsons "Interface Culture"

Der Computer hat unser Leben in den letzten zehn Jahren radikal verändert. Dies ist einer der Gemeinplätze, die man ohne Gefahr, etwas falsches zu sagen, verwenden kann. Soweit, so nichtssagend. Steven Johnson, Mitbegründer des amerikanischen Online-Magazins "Feed", beschreibt in »Interface Culture« die kulturellen Auswirkungen des Computers und ordnet diese in einem breiten kulturellen und literarischen Kontext ein.

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Hans Magnus Enzensbergers Poesieautomat

Die Sache mit dem Poesie-Automaten ist eine alte Geschichte. Und das in zweierlei Hinsicht. Zum einen legt Hans Magnus Enzensberger selbst literarische Vorläufer dar und verfolgt deren Spuren bis ins 13. Jahrhundert zurück. Zum anderen konzipierte Enzensberger seinen Poesie-Automaten 1974: „Die politische Bewegung hatte sich in Katzenjammer, Sektiererei und Gewaltphantasien aufgelöst, und meine langfristigen literarischen Projekte kamen nicht recht voran“. Warum hat der Suhrkamp-Verlag, nachdem das Manuskript mehr als 25 Jahre in einer Enzensberger’schen Schublade gelegen hat, nun einen orangen Band der Reihe „edition suhrkamp“ daraus gemacht?

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Zu Eduard Gugenbergers »Hitlers Visionäre«

Verständnis für die Demokratie bei den deutschen Machteliten, konzeptionelle Schwachstellen der Weimarer Verfassung und die Wirtschaftskrise der 20er und 30er Jahre – damit wird im Allgemeinen erklärt, wie der Nationalsozialismus derart umfassend in Deutschland die Macht ergreifen konnte. Die mystischen Quellen, auf denen die Nazipropaganda basierte, sind von der Forschung lange Zeit wenig beachtet worden. Das Standardwerk dazu ist immer noch die Studie »Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus« von dem britischen Historikers Nicholas Goodrick-Clarke von 1985, der damit den Grundstein legte für eine neue Richtung der Forschung zum Dritten Reich. In dessen Nachfolge will sich auch der Wiener Geschichtswissenschaftler Eduard Gugenberger mit »Hitlers Visionäre. Die okkulten Wegbereiter des Dritten Reichs« positionieren. Zehn Biographien hat Gugenberger in seinem Buch dargelegt.

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Heinz Ludwig Arnolds Sammelband „Aufbruch ins 20. Jahrhundert. Über Avantgarden“ beleuchtet das Verhältnis von Avantgarde und Totalitarismus.

Der Begriff „Avantgarde“ hat heute seine militärische Bedeutung weit gehend verloren. Kühne Recken, die sich kühn noch vor die erste eigene Schlachtreihe setzen und noch vor der vordersten Linie kämpfen werden im ‚Kampf gegen den Terrorismus‘ nicht mehr gebraucht. Spricht man heute über Avantgarden, dann ist meist eine künstlerische Grundüberzeugung gemeint, nämlich dass man als allererster der Kunst neue ästhetische Räume eröffnet. Der „Aufbuch ins 20. Jahrhundert“ ist der literatur- und kunsthistorische Umschlagspunkt, an dem sich der Begriff Avantgarde zum heute gebräuchlichen verwandelte. Der von Heinz Ludwig Arnold herausgegebene Sonderband, der diesen Aufbruch im Titel führt, versammelt 27 Beiträge, die die künstlerische Avantgarde um die Jahrhundertwende in ihrer Vielfalt darstellen wollen.

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Jef Raskins Alternative zu heutigen Benutzeroberflächen: „Das intelligente Interface“

Intuitiv bedienbar! Effizient! Spaß bereitend! Das sind typische Eigenschaften, mit denen die Computerindustrie ihre Produkte bewirbt. Aber wer Computer benutzt, der hat schon feststellen müssen, dass viele Computer und Programme den Versprechungen der Werbung nicht gerecht werden. Jef Raskin, freiberuflicher IT-Berater und der konzeptionelle Vater des Macintosh-Projekts, stellt in „Das intelligente Interface“, seinem als Sachbuch getarnten Rundumschlag gegen schlechtes Schnittstellendesign, ein umfassendes Gestaltungskonzept vor, das die Benutzung von Computern einfacher machen soll.

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