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Ubuntu 11.04 - Ein erster Eindruck

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Ich warte normalerweise ein bis zwei Wochen ab, wenn eine neue Ubuntu-Version erscheint, ehe ich upgrade - und gerade für Ubuntu 11.04 "Natty Narwhal" wollte ich erst recht abwarten, wie die ersten Erfahrungen in Blogs mit der neuen Oberfläche Unity ausfallen. Nachdem die allerersten Kritiken nicht sonderlich positiv aufgefallen sind:

Ubuntu 11.04 hinterlässt einen eher gemischten Eindruck: Zwar kann Unity - wenn man sich mal darauf eingelassen hat - mit einigen durchaus interessanten und wohl durchdachten Konzepten aufwarten, die das Zeug haben, den Desktop-Alltag zu erleichtern. Gerade die starke Suche und das "Lenses"-Konzept bergen hier noch einiges an Potential für die Zukunft. Gleichzeitig wirkt die aktuelle Version aber an all zu vielen Stellen wie eine Baustelle, um wirklich ungetrübte Begeisterung aufkommen zu lassen. Aber klar: Angesichts des kurzen Entwicklungszyklus von Ubuntu und des Umstands, dass man dann auch noch Unity auf Basis von Compiz reimplementiert hat, war wohl nicht groß etwas anderes zu erwarten. Insofern sollte beim Testen bedacht werden, dass es sich hierbei erst um einer erste Version handelt. Viele der jetzt noch unübersehbaren Probleme und losen Fäden werden wohl schon bis zur kommenden Release im Oktober ausgebügelt sein.

Andreas Proschofsky: Ein Wagnis namens Unity.

hatte ich am 28. April den festen Entschluss gefasst abzuwarten.

Ich hielt es nicht lange durch - die Neugier auf Unity war doch zu groß. Meine ersten Erfahrung mit Canonicals Oberfläche hatte ich schon auf meinem Netbook gemacht in Ubuntu 10.10 Netbook Remix. Vieles fand ich damals schon vom Konzept her ansprechend gelöst (wie Programme gestartet werden, die Suchfunktion für Dateien, der kontextbasierte Umgang mit Dateien), allerdings krankte Unity in Ubuntu 10.10 noch an der Umsetzung.

Und von dem Stand ausgehend, kann die neue Version von Unity doch nur besser sein - so legte ich es mir zurecht, meine anfänglichen Bedenken über Bord zu werfen, und zunächst auf meinem Netbook Ubuntu 11.04 auszuprobieren.

Erster Eindruck

Unity wirkte in Ubuntu 11.04 sehr viel überzeugender umgesetzt als in Ubuntu 10.10 - wie der Schritt von einer Beta-Version auf die Release-Version. Besonders zugesagt hat mir:

  • die verbesserte Tastaturbedienbarkeit, z.B. dass der Programmstarter mit der Windows-Taste aufgerufen werden kann.
  • die verbesserte Suchfunktion, aber siehe unten.
  • einfacheren Zugang zu Nautilus. In Ubuntu 10.10 war es das größte Manko für mich, dass man nur mit Umwegen den Dateimanager starten konnte.
  • Firefox 4 - v.a. wegen der Sync-Funktion für Lesezeichen etc. Endlich hat es ein Ende mit dem Chaos auf verschiedenen Rechnern; und weil die Ubuntu-Entwickler Firefox 4 sehr gut in Unity eingebunden haben. Vor allem bei niedriger Bildschirmauflösung nutzt Firefox 4 den Raum auf dem Bildschirm effizienter aus als Chromium.
  • der generelle Eindruck ist, dass Unity in vielen Details, die mir noch nicht bewusst geworden sind, gefühlt 'runder' läuft.

Verbessert werden könnte noch:

  • die Suchfunktion. Zum einen werden bestimmte Ordner und Dateien auf dem Rechner einfach nicht gefunden, auch wenn die Schreibweise stimmt und ich die Dateien schon geöffnet habe. Ich hatte abgewartet - vielleicht waren diese Dateien noch nicht indiziert -, aber nach über einer halben Woche sind die Dateien über die Suchfunktion immer noch nicht zugänglich. Zum anderen warte ich noch auf den nächsten Schritt, einer stärker kontextbasierten Suche. Aber da ist wohl Gnome Zeitgeist auch noch nicht soweit, deshalb abwarten.
  • die neue Platzierung der Menüs am oberen Bildschirmrand `a la MacOS X. Zum einen funktioniert das noch nicht bei allen Programmen (z.B. bei Libre Office erscheinen die Menüs weiterhin im Fenster, Chromium hat gar keine Menüs im klassischen Sinn), zum anderen scheint mir das bei höheren Auflösungen eher unpraktisch, weil das Menü dann weit vom Fenster entfernt sein kann. Das ist mir so das erste Mal aufgefallen, als ich ein MacBook ausprobiert hatte.
  • die neuen Scrollbalken im Fenster. Sieht nett aus, aber ich klicke ständig daneben und erwische die Greifer nicht immer beim ersten Mal.

Alte Zöpfe

Seit Jahren schon ärgere ich mich darüber, dass sich sehr wenig tut in der Art, wie man mit Dateien umgeht. Wer sich mit Kollegen ein Netzwerklaufwerk teilt, kennt sicher das Problem, dass man ständig Dateien sucht, weil sie nicht in dem Ordner gespeichert sind, wo man sie selbst gespeichert hätte, dass Dateien manchmal semantisch in mehrere Ordner passen würden, dass die Suchefunktion nicht komfortabel, dafür aber langsam ist etc. pp.

Deshalb bin ich froh darüber, dass Unity und Gnome 3.0 endlich ein paar alte Zöpfe abschneiden. Mit kontextbasiertem Umgang mit Dateien wird schon seit Längerem experimentiert und entwickelt - dass die Konzepte nun soweit gediehen sind, dass sie (ansatzweise) alltagstauglich sind, empfinde ich als eine Befreiung von Konzepten aus den 1980ern. Und das wurde endlich mal Zeit.

 

Bangkok brannte

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Black Tarmac (Rama IV)

Der Geruch von verbranntem Gummi hängt noch in der Luft. Ein unangenehmer Geruch. Ich wusste das vorher schon, aber erst heute auf der Rama-IV-Straße merke ich, was für ein unangenehmer Gestank das sein kann. Er überdeckt noch das, was ich sehe - und das ist schrecklich genug.

Ich kenne diese Straße gut, weil ich hier öfters in der Mittagspause zum Essen gehe. Aber noch weit vor der Rama-IV-Straße sehe ich den schwarzen Belag auf dem Straßenbelag, Teer, der von den brennenden Autoreifen aufgeweicht und angekokelt worden ist.

In den vergangenen Tagen war dieser Teil der Rama-IV-Straße und die Soi Ngamduphli eine Kriegszone. Wie kann ich die Bilder von den Straßenkämpfen zwischen der thailändischen Armee und den demonstrierenden Rothemden, http://essayabout.org den Suea Daeng, anders interpretieren? Nach zwei Monate Massendemonstrationen und Belagerung der Rajaprasong-Kreuzung mitten im Einkaufszentrum von Bangkok, ist letzte Woche der Konflikt eskaliert. Verhandlungen zwischen Regierung und Demonstranten waren geplatzt, ein Scharfschütze erlegte Seh Daeng, einen der militärischen Köpfe der Rothemden - in den 1970er Jahren ein strammer Kommunistenjäger, der sich mit dem gestürzten Ex-Premierminister Thaksin Shinawatra verbündet hatte und zu den Rothemden übergelaufen war.

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Minigeschichten auf Twitter

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Angefangen hat es mit Florian Meimbergers Twitterfeed Tiny Tales (@tiny_tales) - Miniaturgeschichten mit weniger als 140 Zeichen. Das Format zwingt viagra for women zur radikalen Verkürzung und Konzentration aufs absolut Wesentliche. Eine spannende Sache!

Meine eigenen Twitter-Geschichten gibt es bei @minigeschichten.

Zwei Beispiele:

"Positiv", hörte er den Mann auf der anderen Seite des Schreibtischs sagen. Dann blickte er auf den AIDS-Test vor ihm.
"Wer etwas gegen diese Heirat einzuwenden hat, der spreche jetzt oder schweige für immer." Der Bräutigam kniff die Lippen zusammen. 

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ICQ Toolbar aus Firefox entfernen

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Ich bringe gerade den Computer meiner Mutter auf den aktuellen Stand. Unter anderem hatte ich dazu ICQ aktualisiert. Leider hatte mir ICQ 6.5 in Firefox auch die ICQ Toolbar installiert, die ich allerdings nicht haben wollte.

Problem:

Über das Menü Extras -> Add-ons lässt sich die Toolbar nicht wieder de-installieren. Firefox fragt nicht nach dem Neustart, und wenn ich ihn beende und neu starte, dann ist die ICQ Toolbar wieder da.

Lösung:

Die ICQ Toolbar registriert auch die ICQ Suchmaschine im Firefox. Diese muss erst über Suchmaschinen verwalten entfernt werden. Danach lässt sich auch die Toolbar entfernen.

 

Tauss haut drauf

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Jörg Tauss, Parlamentarier mit den meisten Zwischenrufen, teilt in seiner letzten Rede vor dem Bundestag noch einmal kräftig aus gegen die CDU und seine alte Partei, die SPD.
Auf heise.de gibt es die Zusammenfassung der Debatte. Und die Kurzzusammenfassung der Causa Tauss gibt's auf bild.de - schön populistisch und mit einem unvorteilhaften Aufmacherfoto. Wie man es von Deutschlands größter Zeitung erwartet.
 


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